21 MARS 1975 17H23

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Event

M HKA, Antwerp

12 May 2018 - 02 September 2018

Jacqueline Mesmaeker beginnt ihre Karriere in der Mode-, Architektur- und Designwelt. Aus der Notwendigkeit heraus, Bilder zu schaffen, untersucht Mesmaeker ab Mitte der siebziger Jahre visuelle Fragen. Sie zeichnet, fotografiert, filmt, schreibt und entwirft. Oder sie macht Installationen und Videos mit Fotos, Filmen, Postkarten, Textfragmenten und Objekten, die sie im Laufe der Jahre sammelt. Obwohl ihre Praktiken mit der Konzeptkunst verwandt sind, geht das Konzept nach Mesmaeker einem Werk nicht notwendigerweise voraus, sondern ergibt sich vielmehr aus der Erfahrung und der Freude des Betrachtens. Ihre Werke setzen eine Form von visuellem Denken in Gang, bei dem auch der Blick des Betrachters aktiv einbezogen wird.

Für das Werk 21 MARS 1975 17H23 bat Jacqueline Mesmaeker verschiedene Menschen, um am 21. März 1975 um genau 17.23 Uhr ein Foto von dem Ort zu machen, wo sie sich gerade befanden, und das Negativ an sie zu schicken. Indem sie die zugeschickten 35 simultanen Momentaufnahmen in einer Reihe zusammenbrachte, spiegelten sie die unendliche Vielfalt an Gesichts- und Standpunkten zum gleichen Zeitpunkt wider. Mit diesem Ansatz, der zugleich eine Variation  von Mail-Art und einem konzeptuellen Ansatz von Fotografie ist, bringt Mesmaeker eine Inversion im Verhältnis zu Zeit und Raum dieses Mediums zustande. Während ein Fotograf in der Regel an einem Ort gebunden ist und eine Reihe von Bildern machen kann, die sich in einer bestimmten Zeit entwickeln lassen, gelingt es ihr auf diese Weise, um – umgekehrt – eine Reihe von Orten zu einem Zeitpunkt zu zeigen.

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