Alice Creischer − The Greatest Happiness Principle Party

Exhibition view textiles  m hka 2009 63

Event

M HKA, Antwerp

23 January 2020 - 26 April 2020

Die deutsche Künstlerin Alice Creischer hat als eine der Schlüsselfiguren der politisch engagierten Kunst Deutschlands in den neunziger Jahren zu einer Reihe von kollektiven Projekten, Publikationen und Ausstellungen beigetragen, meist in Zusammenarbeit mit ihrem Partner, dem Künstler Andreas Siekmann. In den letzten zwanzig Jahren hat sich Creischer mit Kritik an Institutionen und der kritischen Analyse von Wirtschaft und Politik der globalisierten Welt beschäftigt.
Ein zentrales Thema in Creischers Arbeit ist das Aufdecken von Prozessen und Machenschaften von Politik und Wirtschaft und der ihnen zugrunde liegenden Kultur. Dazu wählt sie in der Regel einen Bezugspunkt aus dem wirklichen Leben, den sie nach einer gründlichen Untersuchung der historischen Ereignisse und ihrer Interpretation in ihre eigene frei formulierte Geschichte einbezieht.
In Feest van het grootste geluksprincipe (Fest des größten Glücksprinzips) inszeniert Alice Creischer ein fiktives Fest, das im Jahr 1931 von der österreichischen Kreditbank veranstaltet wurde. Das Fest fand statt, als die Bank kurz vor dem Bankrott stand, ein Ereignis, das die zweite große globale Wirtschaftsrezession auslösen würde. Die Szene zeigt eine Gruppe von Personen, die sich unter anderem über das „Hedonistische Kalkül“ von Jeremy Benthams, eine utilitaristische Theorie über Glück, unterhält. Hinter ihnen stehen zwei Garderobenarbeiter. Sie initiieren eine kämpferische Studie über die Folgen dieses Bankrotts, wie z. B. die Auswirkungen auf die europäischen Strategien bezüglich des deutschen Kapitals, die Entstehung des Internationalen Währungsfonds und die Verbreitung des marktwirtschaftlichen Modells.

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